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2 gleich einer zuviel ?

CF
congy Fly
Apr 2018 bearbeitet

Hallo zusammen, meine Person ist seit 2002 im Betriebsrat, und jetzt auch wieder gewählt worden. Nun habe ich in meiner Schicht/Bereich einen Kollegen der auch in den BR gewählt wurde. Da jetzt bei BR Sitzungen immer zwei Mitarbeiter fehlen, soll ich als der seit 2002 BR bin jetzt die Schicht wechseln. Auf anfrage habe ich abgelehnt, da ich seit meiner BR zeit jetzt auf dieser Schicht angekommen 3 mal gewechselt habe. Der Bereich und die Kollegen sind ein eingespieltes Team, aber der neu dazugekommene will auch nicht die Schicht wechseln, obwohl er erst vor 4 Jahren in Unser Team gekommen ist, was kann man dagegen machen ? !

lg

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Community-Antworten (2)

C
celestro

16.03.2018 um 16:37 Uhr

Naja ... eigentlich nur sich einigen. Der AG kann hier mMn über sein Direktionsrecht "vorschreiben" wer jetzt wechseln muß. Denke nicht, daß er dazu die Zeit in der Schicht als Auswahlkriterium anerkennen muss.

C
Challenger

16.03.2018 um 18:43 Uhr

Wird bei Euch nur Wechselschicht gefahren ? Wenn nicht, kannst Du Dich unter Umständen in Tagschicht ohne Entgeltverlust einsetzen lassen.

LAG Schleswig-Holstein, vom 30.08.2005 - 5 Sa 161/05 -

  1. Nach dem Sinn und Zweck des § 37 Abs. 2 BetrVG können neben der reinen Arbeitsfreistellung auch andere, die vertragliche Arbeitsleistung des Betriebsratsmitglieds betreffende Maßnahmen geboten sein, um eine ordnungsgemäße Wahrnehmung der Betriebsratsarbeit zu ermöglichen (BAG, Beschl. v. 27.06.1990 - 7 ABR 43/89 -). Solche Maßnahmen können z. B. in der Versetzung von der Wechsel- in die Tagesschicht oder der Versetzung vom Außen- in den Innendienst bestehen.

  2. Angesichts des dem Betriebsverfassungsrecht beherrschenden Gebots der vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer erweist sich im Einzelfall die Änderung der Arbeitsbedingungen (hier: Umsetzung von Wechsel- in die Tagesschicht) im Verhältnis zur Arbeitsbefreiung ohne Minderung des Arbeitsentgelts als das die betrieblichen Interessen weniger tangierende Mittel.

  3. Der Anspruch auf Arbeitsbefreiung unter Beibehaltung der geschuldeten Vergütung nach § 37 Abs. 2 BetrVG bezieht sich in erster Linie auf die vorübergehende Arbeitsbefreiung aus konkretem Anlass.

  4. In dem Individualprozess eines Betriebsratsmitglieds über Höhe und Grund des ihm nach § 37 Abs. 2 BetrVG zustehenden Lohns sind die betriebsverfassungsrechtlichen Voraussetzungen (hier: Erforderlichkeit der Umsetzung von Wechsel- in Normalschicht) des Lohnanspruchs als Vorfrage mit zu entscheiden. Betrifft der Streit indessen allein die betriebsverfassungsrechtliche Frage, ob die geforderte Arbeitsbefreiung zur ordnungsgemäßen Durchführung der Betriebsratsaufgaben erforderlich ist, so ist dieser Streit im betriebsverfassungsrechtlichen Beschlussverfahren zu entscheiden.

BAG, Beschluß vom 27.6.1990 - 7 ABR 43/89 -

Leitsatz:

Die Freistellungspflicht des Arbeitgebers nach § 37 Abs. 2 BetrVG erschöpft sich nicht darin, den Betriebsratsmitgliedern die zur ordnungsgemäßen Durchführung ihrer Aufgaben erforderliche freie Zeit zu gewähren. Auch bei der Zuteilung des Arbeitspensums muß der Arbeitgeber auf die Inanspruchnahme des Betriebsratsmitglieds durch Betriebsratstätigkeit während der Arbeitszeit angemessen Rücksicht nehmen.

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