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Änderungskündigung

P
patoli
Feb 2019 bearbeitet

welche möglichkeiten hat betriebsrat bei änderungskündigungen?

17.53408

Community-Antworten (8)

C
carrie

20.05.2008 um 00:39 Uhr

Da die Änderungskündigung eine Kündigung des gesamten Arbeitsverhältnisses umfasst, hat der Arbeitgeber vorher den Betriebsrat zu hören ( § 102 BetrVG) und das Änderungsangebot dem Betriebsrat mitzuteilen. Nur so kann der Betriebsrat beurteilen, welche Auswirkungen die Änderungskündigung für den betroffenen Arbeitnehmer hat und ob er der Kündigung widersprechen will. Ist mit einer Änderungskündigung eine Versetzung oder Einstufung in eine andere Lohn- / Gehaltsgruppe verbunden, hat der Betriebsrat in Betrieben mit in der Regel mehr als 20 wahlberechtigten Arbeitnehmern bei diesen personellen Maßnahmen auch ein Mitbestimmungsrecht nach § 99 Betriebsverfassungsgesetz.

C
carrie

20.05.2008 um 08:21 Uhr

Nicht zu vergessen wäre da noch die Möglichkeit dem Kollegen mitzuteilen, dass er die Änderungskündigung unter Vorbehalt unterschreiben kann. " zu ihrem Schreiben vom ....... teile ich ihnen mit, dass ich ihr Angebot, zu den genannten Arbeitsbedingungen zu arbeiten, unter dem Vorbehalt annehme, dass die damit verbundene Änderung der Arbeitsbedingungen nicht sozial ungerechtfertigt ist ( § 2 KSchG)." Dann könnte er binnen 3 Wochen klagen. Die Folgen wären: Er gewinnt den Prozeß und behält den alten Arbeitsplatz, Er verliert den Prozeß und hat den neuen geänderten Arbeitsplatz.

L
LB

20.05.2008 um 09:19 Uhr

guten morgen mit der unterschrift auf der Änderungskündigung ist diese Wirksam und die Kündigung angenommen

ein Kolege wurde so auch hereingelegt und hat sie Unterschrieben , weil er sonst angeblich kein geld bekommen würde

wüde aber sicherheitshalber beim Anwalt nachfragen gruß

M
Mainpower

20.05.2008 um 09:56 Uhr

@carrie Die Folgen wären : Er gewinnt den Prozeß und behält den alten Arbeitsplatz , bekommt aber eine Ordentliche fristgemässe Kündigung und hat keinen Arbeitsplatz mehr. Der alte Arbeitsplatz ist vielleicht einfach wegrationalisiert worden.

C
carrie

20.05.2008 um 13:37 Uhr

Ich habe die Möglichkeiten aufgezählt, die uns bei einem Arbeitsrecht 3 Seminar genannt wurden.

W
wölfchen

20.05.2008 um 15:54 Uhr

@ carrie, haste gut aufgepasst beim Seminar. Haben wir schon dreimal mit Erfolg empfohlen, denn nicht unterschreiben heißt Kündigung. Bei dem von Dir vorgeschlagenen Weg - unterschreiben unter dem Vorbehalt der gerichtlichen Prüfung - nimmt der AN das Angebot an und sollte es der grichtlichen Prüfung nicht standhalten, dann würde auch eine nachfolgende fristgemäße Kündigung nicht standhalten. Von daher völlig korrekt, Deine Aussage :-)

C
carrie

20.05.2008 um 16:00 Uhr

@wölfchen Danke, nichts anderes meinte ich damit auch :-)

P
patoli

21.05.2008 um 22:54 Uhr

danke die antworten haben mir sehr geholfen.

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