Hallo.

Wir (Wahlvorstand) haben gerade ein Problem, dass unser Arbeitgeber bzw. genauer die Konzernleitung dahinter auf Konfrontation geht bei unserer Betriebsratsneugründung. Ursprünglich haben wir die Anzahl der regelmäßigen Wahlberechtigten ermittelt und die schwankte in den letzten 2 Jahren ständig auf knapp über 50 bis 50. Also genau an der Grenze.

Durch Corona haben wir nun einerseits Briefwahl und die Unterlagen sind schon in der Post, andererseits durch Kündigungen derzeit 48 wahlberechtigte Mitarbeiter. Allerdings auch 3 bereits fest eingeplante Neueinstellungen und 4 weitere offene Stellen, die zeitnah nachbesetzt werden. Wir gingen also gut begründet von 5 Betriebsräten aus.

Nun hat die Konzernzentrale unseren Geschäftsführern nahe gelegt, einzuwirken, es auf 3 Betriebsräten zu belassen, sonst würde "die Genehmigung der offenen Stellen zurückgezogen", damit wir einfach nicht mehr über 50 Mitarbeiter kommen.

Im Wahlvorstand haben wir nun entschlossen, es bei 3 zu belassen, um dem neuen Betriebsrat nicht direkt den Start zu versauen und um das sehr gute Verhältnis zu unserer Geschäftsführung nicht damit zu belasten, denn eigentlich gibt es vor allem im Konzern etwas zu tun und nicht bei uns vor Ort. Sachgründe dafür können wir finden, da wir ja immer mal den ein oder anderen Monat tatsächlich unterhalb der 51 Mitarbeiter sind.

Doch unser Problem ist nun: Was machen wir mit der Wahl? Dürfen wir als Wahlvorstand die auf 5 Stimmen ausgelegten Wahlzettel trotzdem verwenden und dann einfach als Wahlergebnis die Top 3 nehmen und die dann 4 weiteren als Ersatzmitglieder? Oder müssen wir tatsächlich alles abbrechen und neu ausdrucken und neu anleiern?

Gibt es da Schlupflöcher oder müssen wir wirklich alles abbrechen?

P.S.: Unsere Geschäftsleitung ist bedient, dass dies zwar Wochen bekannt war, aber erst heute reagiert wurde seitens Konzernleitung. Hilft uns aber auch nicht weiter.

Grüße
mepeisen