In unserem Betrieb (überwiegend Büro) wurden letztes Jahr mehrere Personen aus unterschiedlichen Abteilungen Betriebsbedingt gekündigt (Rückläufige Auftragslage). Die Angewendete Sozialauswahl war nicht nur nicht mit dem BR abgestimmt, sie unterschied sich auch von Abteilung zu Abteilung. Der BR hat hier Widerspruch eingelegt was dazu führte, dass die gekündigten Kollegen eine höhere Abfindung erhalten haben.

Wir als BR wollen nun für evtl. noch kommende Kündigungen eine BV Sozialauswahl mit dem Arbeitgeber treffen, die die Punkteverteilung regelt. Dies Betrifft Alter, Betriebszugehörigkeit, Unterhaltsberechtigte Personen und Schwerbehinderung.

Unser Arbeitgeber möchte sich hier jedoch nicht auf EIN Punkteschema einigen. Dies soll immer individuell angepasst werden können oder zumindest soll es mehrere geben die bei einer Betriebsbedingten Kündigung angewendet werden können. Uns drück sich hier der Verdacht auf das unser Arbeitgeber die Sozialauswahl nutzt um sogenannte „low performer “ los zu werden.

Meine Frage ist nun darf es in einem Unternehmen mehrere Schemen zur Sozialauswahl geben und wie kann ich den Arbeitgeber dazu zwingen nur noch eins anzuwenden?

Viele Grüße und Danke für Eure Antworten.