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Wahlergebnis: Kandidat hat keine Stimmen - kann er trozdem Ersatzmitglied sein ?

E
elron
Nov 2016 bearbeitet

Hallo Zusammen, wir wählen einen BR (3 Personen). Aktuell haben wir ausreichend Kandidaten. Sollte von diesem Personenkreis einer oder mehrere keine Stimmen erhalten, sind diese dann trotzdem als mögliche Ersatzmitglieder zu sehen bzw. heranziehbar?

4.828016

Community-Antworten (16)

S
sh_9260

27.04.2006 um 23:39 Uhr

Nein !

Keine Stimmen nicht gewählt kein Ersatzmitglied

K
koi

28.04.2006 um 00:40 Uhr

Aber er wird doch zumindest eine Stimme bekommen, seine eigene... Ist er dann Ersatzmitglied oder nicht? Ich würde sagen ja, weil man nicht mit allerletzter Sicherheit sagen kann, dass diese Stimme seine eigene ist.

S
sh_9260

28.04.2006 um 00:57 Uhr

wie schon gesagt keine Stimme Kein Ersatzmitglied

sobald ein Kandidat auch nur eine Stimme bekommen hat ist er potenzielles Ersatzmitglied !!!!

K
koi

28.04.2006 um 01:49 Uhr

Aber vielleicht ist es doch nicht so einfach.

Möglichkeit 1: Kandidat hat sich selbst gewählt. Da widerstrebt mir der Gedanke, das sich jemand in ein Amt schleichen kann, mit nur der eigenen Stimme. So etwas sollte doch wohl nicht passieren.

Möglichkeit 2: Der Kandidat hat sich selbst nicht gewählt, bekam dafür aber die Stimme eines anderen Wählers. Hat der Kandidat nicht dadurch, das er sich selbst nicht gewählt hat, deutlich seinen Unwillen kudgetan, das Amt auszuüben?

Kann man da nicht auch ableiten, das nur eine Stimme nicht ausreicht, als Stellvertreter zu fungieren? Mir schiene es logischer. :-)

RI
Ramses II

28.04.2006 um 01:54 Uhr

... und möglicherweise hat dieser Kandidat just am Morgen des Wahltages eine Amnäsie erlitten...

Solche Spekulationen machen doch keinen Sinn, das Wahlergebnis zählt! Wenn man sich schon darum streiten muss ob Kandidaten mit nur einer Stimmme zum Ersatzmitglied legitimiert sind, dann ist doch schon die Wahl mit einem eher fragwürdigen Ergebnis ausgegangen.

M
merlin

28.04.2006 um 09:27 Uhr

Wieso bewirbt sich der Kandidat denn erst oder läßt sich vorschlagen und tut dann seinen "Unwillen kund, das Amt auszuüben"? Der Gedanke, dass er womöglich gewählt wird, ist ihm vorher wohl nicht gekommen?

S
sh_9260

28.04.2006 um 13:16 Uhr

neeneee

Auch ein Kandidat ist Wähler d.H. auch seine Stimme hat genausoviel Gewicht wie jede andere auch. Selbst wenn man sich selbst wählt ist man somit gewählt.

K
koi

29.04.2006 um 00:53 Uhr

@sh_9260 Das bedeutet dann aber, das sich jemand nur kraft seiner eigenen Stimme und ohne die Unterstützung eines anderen MA in das Amt wählt. Widerspricht irgendwie demokratischen Prinzipien, oder?

@merlin warum auch immer jemand bei einer Wahl wie entscheidet ist nicht relevant. Von Interesse darf einzig sein, wie ein Ergebnis umzusetzen ist.

@Ramses II Ich würde erst einmal nicht sagen, das die Wahl mit einem fragwürdigen Ergebnis ausgegangen sein muss. Beispiel: 5 Leute lassen sich aufstellen. Der Betriebsrat muss aus 3 Mitgliedern bestehen, also Mehrheitswahl. Auf 1 Kandidat entfällt nur 1 Stimme. Jetzt zum praktischen Bezug, zwei Betriebsratsmitglieder verlassen nach einem Jahr den Betrieb. Ist jemand, der nur eine Stimme bekommen hat Ersatzmitglied, bleibt der Betriebsrat im Amt. Ansonsten muss es nach §13 Neuwahlen geben... Bei vielen tausend Betriebsratswahlen dürften ähnliche Fälle sicher hin und wieder auftauchen. Komischerweise findet man aber keine Aussagen darüber, wie es mit demokratischen Grundsätzen zu vereinen ist, wenn ein Ersatzmitglied in den Betriebsrat aufrückt, das keine Stimmen außer der eigenen bekommen hat. Oder bin ich nur zu dumm zum Suchen? :-)

Ich halte es nicht für eine Lappalie, wenn es gelingen kann ohne Wählerunterstützung in Positionen zu gelangen, in denen Entscheidungen getroffen werden, die für alle MA eines Betriebes relevant sein können...

F
Fayence

29.04.2006 um 01:44 Uhr

koi, den Schleier, ob ein Kandidat womöglich nur aufgrund seiner eigenen Stimmabgabe für sich eine Stimme erhalten hat, wird wohl kaum jemand lüften können. Es sei denn, es wäre gegen das Wahlgeheimnis verstossen worden!

Darüber hinaus, muss jeder Wahlvorschlag im Vorfeld durch eine entsprechende Anzahl Stützunterschriften gestützt worden sein. Die grundsätzliche Berechtigung zur MA-Vertretung hat somit jeder Kandidat, welcher auf einem gültigen Wahlvorschlag aufgeführt war.

Fertig!

K
koi

29.04.2006 um 02:07 Uhr

Hallo Fayence

Gut, über die Stützunterschriften ist evtl. eine Legitimation abzuleiten. Bleibt aber trotzdem eine interessante Frage.

S
sh_9260

29.04.2006 um 02:12 Uhr

Es ist auch meiner Meinung nach alles vollig unerhebich.

Worst Case

Wir haben beispielsweise 12 wahlberechtigte AN Nur einer stellt sich zur Wahl (alle anderen haben keinen Bock) Keiner kann diesen Bewerber leiden. Keiner geht zur Wahl ausser der Wahlbewerber.

Ergebnis: Der Wahlbewerber wurde mit 100% der abgegebenen Stimmen gewählt !!!!!

so what ??

K
koi

29.04.2006 um 02:37 Uhr

Nochmal nachgedacht. Aus den Stützunterschriften lässt sich selbstverständlich keine Legitimation ableiten, schon deshalb nicht, weil nicht gesichert ist, das diese Unterschriften frei und ohne Druck gegeben wurden. Außerdem ist das Votum am Tag der Wahl maßgeblich.

Wie gesagt, bleibt eine interessante Frage.

F
Fayence

29.04.2006 um 11:34 Uhr

koi, die Frage ist ehrlicherweise uninteressant bis zum Abwinken! 1 Stimme = Gewählt

Und was die Stützunterschriften betrifft, ist Deine letzte Argumentation ebenfalls für die Tonne.

@ elron Keine Stimme heißt nicht gewählt. Diese KandidatInnen können folglich auch nicht als Ersatzmitglied fungieren. Mindestens 1 Stimme bedeutet gewählt, zumindest stehen diese KandidatInnen als Ersatzmitglieder zur Verfügung.

Und selbst wenn in diesen Thread noch 1111 weitere Antworten geschrieben würden, ändert sich nichts an der Rechtslage!

Das sollten selbst Karpfen im Forellenteich akzeptieren!

K
koi

29.04.2006 um 12:06 Uhr

So lange mir niemand sagen kann, wo diese Frage schon mal befriedigend beantwortet wurde, gibt es für mich keine Lösung des Problems. Es steht auch nirgendwo, das keine Stimmen kein Ersatzmitglied bedeuten. Da es nur einen winzigen objektiven Unterschied zwischen keiner und einer Stimme gibt, ist nicht meine Frage, sondern deine Antwort uninteressant.

Da kann dieser Thread noch mit 1111 weiteren Frechheiten aufwarten.

Aber trotzdem vielen Dank für das Niveau, das macht es mir leichter mich hier fernzuhalten. Ohne Zweifler keine Zweifel und schon hast du recht.

Schönes Leben noch.

F
Fayence

29.04.2006 um 12:20 Uhr

Und Tschüss!

HIK
Haifisch im Karpfenteich

29.04.2006 um 15:09 Uhr

also ich finde auch dass wenigstens 10% der mitarbeiter einen kandidaten gewählt haben sollten damit der ins amt kommen kann vielleicht sollten wir das maldem fitting oder seinen kumpels vorschlagen was meint ihr sollten wir darüber nicht mal abstimmen weil dann würde mir das ergebnis der wahl nämlich viel besser gefallen

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