betriebsratswahl.deSeminare

Minderheitenquote - kann das im Einzelfall verhindert werden?

J
Jutta
Nov 2016 bearbeitet

folgendes problem: wir haben morgen wahlen.

35 MA, davon ca. 30% Männer und ca. 60% Frauen

es hat sich ein mann zur wahl aufstellen lassen, der eigentlich einen BR "scheisse und unnütz" (O-Ton) findet. er stellt sich zur wahl auf, weil er dann wenn er BR ist, erstmal Urlaub in den Bergen oder an der See (gemeint sind: BR-Seminare) machen möchte. Er ist hier in der Firma sehr unbeliebt.

LEider ist er aber der einzige Mann, der sich zur Wahl stellt und auf Grund der Minderheitenquote wird er dann ja auch automatisch in den 3-köpfigen BR gewählt. Seine eigene Stimme reicht ja aus.

Haben wir eine Chance dies zu verhindern?

2.78505

Community-Antworten (5)

R
Rollie

27.04.2006 um 12:44 Uhr

Verhindern ? Wenn er so unbeliebt ist, dafür sorgen, das er keine Stimme bekommt.

Wenn er > 0 Stimmen bekommt, akzeptieren, das er wohl nicht bei allen unbeliebt ist und er somit nach dem Grundgedanken des BetrVG's die Möglichkeit hat, die Mitarbeiter als Betriebsrat zu vertreten.

Ich mag nicht spekulieren, wieviele Betriebsräte ausschließlich wegen dem Kündigungsschutz in den Gremien sitzen, was auch nicht toll ist.

Auf jeden Fall ist es nicht der Sinn von Betriebsratswahlen, den Einzug von Kandidaten zu verhindern, weil sie unbeliebt sind oder eine falsche Auffassung von Betriebsratsarbeit haben.

Darüber hinaus stellt er als Einzelperson nicht die Mehrheit des Gremiums dar und wenn die anderen Betriebsräte der Auffassung sind, das sie eine Pfeife im Gremium haben, haben sie ja auch die Möglichkeit, das etwas durch Mehrheitsentscheidungen zu lenken, auch den Urlaubsort, sprich Seminare ;-)

RI
Ramses II

27.04.2006 um 12:51 Uhr

"35 MA, davon ca. 30% Männer und ca. 60% Frauen"

Da stellt sich natürlich die Frage welchem Geschlecht die restlichen 10 % angehören.

"Wenn er > 0 Stimmen bekommt, akzeptieren, das er wohl nicht bei allen unbeliebt ist und er somit nach dem Grundgedanken des BetrVG's die Möglichkeit hat, die Mitarbeiter als Betriebsrat zu vertreten."

Vermutlich mag er sich selber...

J
Jutta

27.04.2006 um 12:57 Uhr

:-)

sollte 20 : 80 heissen... schäm

ja, er mag sich sogar sehr...! also seine eigene Stimme hat er in jedem Fall.

"Auf jeden Fall ist es nicht der Sinn von Betriebsratswahlen, den Einzug von Kandidaten zu verhindern, weil sie unbeliebt sind oder eine falsche Auffassung von Betriebsratsarbeit haben." sicher nicht, aber trotzdem fühlen wir uns alle recht hilflos, weil ihn wirklich keiner im BR haben will. und es doch nicht gerecht ist, dass er BR wird, obwohl die Belegschaft ihn nicht möchte, oder?

RI
Ramses II

27.04.2006 um 13:04 Uhr

20:80?

Dann dürfte den Männern doch gar kein Quotensitz zustehen!

J
Jutta

27.04.2006 um 13:08 Uhr

das sind ja nur ca. Angaben.

Wir sind 26 Frauen und 9 Männer. Ihm steht ein Sitz zu. :-(

Ihre Antwort