18. Schritt: Öffentliche Auszählung der Stimmen

Öffentliche Auszählung der Stimmen (Schritt 18)

Die Auszählung muss unmittelbar nach dem Ende der Stimmabgabe durch den gesamten Wahlvorstand erfolgen (§§ 13,14, 21 WO).

Hinweis: Bei der Durchführung der Stimmabgabe am Wahltag und der Stimmenauszählung können Sie als Wahlvorstand durch Beschluss Wahlhelfer heranziehen (§ 1 Abs. 2 S. 2 WO). Wahlhelfer können nur wahlberechtigte Arbeitnehmer sein. Den Einsatz und die Personen der Wahlhelfer bestimmen Sie als Wahlvorstand. Den Wahlhelfern muss der Arbeitgeber ebenfalls den Lohn bzw. das Gehalt ohne Minderung fortzahlen.

Die Auszählung muss unmittelbar nach dem Ende der Stimmabgabe erfolgen (§§ 13,14, 21 WO).

Wenn mehrere gültige Wahlvorschlagslisten bei Ihnen eingereicht wurden, müssen Sie zunächst feststellen, wie viele gültige Stimmen auf welche Wahlvorschlagsliste entfallen.

Beachten Sie folgende Grundsätze:

  • Die Auszählung muss unverzüglich nach Schließung der Wahllokale erfolgen.
  • Die Stimmenauszählung muss durch den gesamten Wahlvorstand erfolgen. Sie beginnt erst, wenn der gesamte Wahlvorstand anwesend ist.
  • Wurde in mehreren Wahllokalen gewählt, so müssen alle Wahlurnen in ein Wahllokal gebracht werden.

Gehen Sie bei der Auszählung der Stimmen folgendermaßen vor:

  • Wenn Sie zwei oder mehrere Wahlvorschlagslisten haben und somit Listenwahl (Verhältniswahl) durchführen müssen, verwenden Sie bitte das Formular 140f.
  • Wenn Sie nur eine Wahlvorschlagsliste vorliegen haben und damit Persönlichkeitswahl (Mehrheitswahl) durchzuführen ist, verwenden Sie bitte das Formular 140g.

Stimmzettel sind ungültig, wenn

  • diese nicht in einem Wahlumschlag abgegeben wurden.
  • diese ein besonderes Merkmal, einen Zusatz, eine Einschränkung zum angekreuzten Kandidaten bzw. der Liste haben.
  • nicht einwandfrei festgestellt werden kann, wie der Wähler abstimmen wollte.
  • der Stimmzettel unterschrieben ist.
  • mehr Kandidaten oder Listen angekreuzt wurden, als zu wählen sind.

Sind in einem Wahlumschlag mehrere Stimmzettel, gibt es drei Möglichkeiten:

  • Wenn die Stimmzettel übereinstimmen, werden sie als eine Stimme gewertet.
  • Weichen die Stimmzettel voneinander ab, ist die gesamte Stimmabgabe ungültig.
  • Ist nur ein Stimmzettel angekreuzt, so ist die Stimme gültig.

Stimmzettel, auf denen alle Bewerber bis auf einen durchgestrichen sind bzw. wenn bei Listenwahl alle Vorschlagslisten bis auf eine durchgestrichen sind, können als gültig gewertet werden.