Kandidatur für den Betriebsrat

Für den Betriebsrat kandidieren, darf nach § 8 Abs. 1 BetrVG jeder Arbeitnehmer, der seit mindestens sechs Monaten im Betrieb oder einer Zweigstelle desselben Unternehmens oder Konzerns angestellt ist. Maßgebend ist für die sechsmonatige Betriebszugehörigkeit ist dabei der Tag der Stimmabgabe. Erfolgt die Abgabe der Stimmen an mehreren Tagen, zählt der letzte Tag der Stimmabgabe. Dabei dürfen Fehlzeiten, die sich über weniger als zwei Monate erstreckt haben, beispielsweise aufgrund von Urlaub, Krankheit oder Arbeitskampf den jeweiligen Arbeitnehmer jedoch nicht benachteiligen. Hat der Arbeitnehmer die sechs Monatsmarke erreicht, dürfen ihn künftige Fehlzeiten, auch wenn sie die Dauer von zwei Monaten übersteigen, ebenfalls nicht benachteiligen. In Betrieben, die neu gegründet wurden und selbst noch nicht seit sechs Monaten bestehen, ist die Zugehörigkeit zum Betrieb ausreichend dafür, dass der Arbeitnehmer das passive Wahlrecht erhält. Wählbar sind darüber hinaus auch:

  • Auszubildende 
  • Heimarbeiter
  • Arbeitnehmer, die sich im Mutterschutz bzw der Erziehungszeit befinden
  • Teilzeitkräfte 

Vom passiven Wahlrecht ausgenommen sind dagegen Leiharbeiter und leitende Angestellte sowie Arbeitnehmer, die ihr Recht auf die Ausübung eines öffentlichen Amtes durch das rechtskräftige Verlieren eines Strafverfahrens verloren haben. 
 

Warum soll ich zum Betriebsrat kandidieren?