Wie muss die Wahlvorschlagsliste aussehen?

Wenn mehr als drei Betriebsratsmitglieder zu wählen sind, dann erfolgt die Wahl grundsätzlich anhand von Vorschlagslisten. Wie eine Wahlvorschlagsliste auszusehen hat, dazu findet man Näheres in § 6 Abs. 2 der Wahlordnung (WO). Jede Vorschlagsliste soll danach mindestens doppelt so viele Bewerber aufweisen, wie Betriebsratsmitglieder zu wählen sind. Aber "sollen" heißt juristisch gesehen noch lange nicht "müssen".

Salopp formuliert sagt hier der Gesetzgeber nur:

"Äh, liebe Listenanhänger, wäre schön, wenn ihr doppelt so viele Bewerber zusammenbekommt, "

Humorloser ist da schon § 6 Abs. 3 WO.
Denn danach sind in jeder Vorschlagsliste die einzelnen Bewerber in erkennbarer Reihenfolge, unter:
- fortlaufender Nummer,
- unter Angabe von Familienname,
- Vorname,
- Geburtsdatum
- und Art der Beschäftigung im Betrieb aufzuführen.

Und:
Die schriftliche Zustimmung der Bewerber zur Aufnahme in die Liste ist beizufügen.

Aus Sicherheitsgründen sollte man diese Liste mit den Kandidaten, also die Wahlvorschlagsliste, dann auch gleich mit der Liste der Stützunterschriften fest verbinden. Und daher diesmal kein Wahlspruch, denn jetzt möchte ich Sie kennenlernen.
Also der Reihe nach... Vorname? Schöner Vorname. Nachname? Naja, man kann ja nichts dafür, wie man geboren ist... Aber apropos geboren, geboren sind Sie am...? Ach, tatsächlich? Das sieht man Ihnen gar nicht an. Und, Beschäftigung? Ach, Sie arbeiten ja wirklich!
Und jetzt bitte hier unterschreiben…