Wahlausschreiben nachträglich korrigieren?

Das Wahlausschreiben ist bildlich gesprochen der große Wurf. Ist aber ein großer Wurf noch ein großer Wurf, wenn man nachträglich da etwas ändert und dort etwas ändert und überhaupt, da muss noch ein Teil weg und ein anderer Teil hin. Eben.
Und genauso ist es mit dem Wahlausschreiben. Nur wirklich ausnahmsweise kann man das Wahlausschreiben korrigieren. Nämlich dann wenn es offenkundige Rechtschreibfehler oder Rechenfehler enthält.

Ja und was macht man dann, wenn es doch noch andere Fehler im Wahlausschreiben gibt?
Dann ist es wie bei großen Rückrufaktionen auch, man hat als Wahlvorstand in diesen Situationen das Wahlausschreiben einzuziehen und hat damit zugleich die Wahl abzubrechen, aber wie Unternehmen bei großen Rückrufaktionen auch. Wird man nicht gleich bei jedem weiteren Fehler lossprinten wollen und den einmal gemachten Aufwand beim großen Wurf durch die Rückrufaktion seines Sinnes entleeren.

Ja, aber wo ist denn da jetzt die Grenze?
Die Grenze liegt für Sie dort, wo ein Fehler vorliegt, der später dann die Wahl anfechtbar sein ließe. Das ist ihr Maßstab. Also beispielsweise wenn die Gremiumsgröße falsch berechnet wurde oder aber die Sitzverteilung mit Blick auf das Geschelchtenminderheit falsch berechnet wurde.

Heute daher dieser Wahlspruch: "Ist der Fehler offenkundig, ja. Dann bleibt das Wahlausschreiben da. Ist ja korrigierbar.