Welche Bedeutung hat die Wählerliste?

Der Wählerliste kommt ganz entscheidende Bedeutung zu. Denn nur, wer auf der Wählerliste steht, darf überhaupt wählen und kann gewählt werden.

Weil also die Wählerliste so wichtig ist, muss erstens:
Der Wahlvorstand die Wählerliste bis zum Abschluss der Stimmabgabe an geeigneter Stelle im Betrieb zur Einsicht auslegen. Gibt es zweitens:
Auch eine Einspruchsmöglichkeit für Arbeitnehmer und muss drittens:
der Wahlvorstand jedenfalls bis zum Ablauf der zwei-wöchigen Einspruchsfrist nach Erlass des Wahlausschreibens die Richtigkeit der Wählerliste stets im Blick haben.

Viertens aber und damit wichtig: Damit der Wahlvorstand eine zutreffende Wählerliste überhaupt erstellen kann, muss ihn der Arbeitgeber mit entsprechenden Informationen und Unterlagen versorgen.

Und jetzt Achtung: Fehler bei der Wählerliste können zur Anfechtbarkeit oder gar Nichtigkeit der Wahl führen. Daher sollte man als Wahlvorstand die Angaben des Arbeitgebers ganz genau prüfen. Denn wenn der Arbeitgeber hier plötzlich zufälligerweise irgendwelche Fehler macht, kann ja mal passieren, dann kann man als Wahlvorstand nicht einfach sagen:
"Naja, war ja dein Fehler, Arbeitgeber, den musst du dir auch zurechnen lassen."
Bedenken Sie: Die Betriebsratswahl anfechten kann nicht nur der Arbeitgeber. Und merkwürdig, auf einmal spielt alles zusammen und als Wahlvorstand hat man auf einmal das Gefühl, dass mit einem gespielt wird. Lassen Sie also nicht mit sich spielen und prüfen Sie daher.