Stimmauszählung bei der Personenwahl - So geht's

Eine Möglichkeit die Stimmenauszählung bei der Personenwahl durchzuführen, das sind folgende 15 Schritte:

  1. Sie prüfen die Wahlurne auf ihre Unversehrtheit.
  2. Sie tragen das in das Wahlprotokoll ein.
  3. Sie öffnen und entleeren die Wahlurnen.
  4. Sie tragen das in das ebenfalls in das Wahlprotokoll ein.
  5. Sie ermitteln die Gesamtzahl der Wahlumschläge.
  6. Sie schreiben die Gesamtzahl in das Wahlprotokoll.
  7. Sie öffnen die Wahlumschläge und prüfen die Gültigkeit der Stimmzettel anhand der in § 11 Abs. 4 und § 14 Abs. 2 der Wahlordnung stehenden Kriterien. In Zweifelsfällen entscheidet der Wahlvorstand, ob er einen Stimmzettel für gültig hält, oder nicht. Die ungültigen Stimmzettel sondern Sie aus, schmeißen sie aber bitte nicht weg. Und nummerieren Sie die ungültigen Stimmzettel bitte mit fortlaufender Nummer.
  8. Das Ergebnis der Gültigkeitsprüfung wird in das Wahlprotokoll aufgenommen. Bei Stimmzetteln, die nach Beschluss des Wahlvorstands ungültig sind, wird das im Protokoll vermerkt, und zwar mit samt einer Begründung dazu.
  9. Die gültigen Stimmzettel werden ausgezählt.
    Wichtig dabei: Es kann nur eine Stimme pro Kandidat geben. Wir sind hier ja bei der Personen-, beziehungsweise Mehrheitswahl.
  10. Das Zwischenergebnis der Auszählung der gültigen Stimmzettel vermerken Sie wo? Ebenfalls im Wahlprotokoll.
  11. Sie verteilen zunächst die nach dem d'Hondtschen Höchstzahlensystem ermittelten Sitze für das Geschlecht in der Minderheit an die entsprechenden Kandidaten mit den meisten gültigen Stimmen dieses Minderheitengeschlechts.
  12. Sie protokollieren dies.
  13. Dann verteilen Sie die noch offenen Betriebsratssitze der Reihe nach an die übrigen Kandidaten mit den meisten gültigen Stimmen. Und zwar unabhängig von deren Geschlecht.
  14. Auch das protokollieren Sie als Zwischenergebnis im Protokoll.
  15. Das Ergebnis ist den anwesenden bekanntzugeben. Mündliche Verhandlung langt insoweit.

Bitte beachten Sie bei alldem insbesondere eins:

Die Stimmauszählung hat unbedingt öffentlich zu erfolgen und zu den angekündigten Zeiten.

Die Rechtsprechung nimmt es mit diesen grundlegenden Prinzipien nämlich ziemlich genau. Und da sollte man also entsprechend präzise arbeiten.

Und noch eins:

Der Wahlvorstand nimmt bitte als Gremium an der Stimmauszählung teil, es macht nicht das einzelne Wahlvorstandsmitglied.

Und zum Thema Wahlhelfer übrigens noch eins:

Diese sind erst bei der rechnerischen Auszählung einzusetzen. Das d'Hondtsche Höchstzahlensystem finden Sie, indem Sie in Google in die Suchleiste eingeben, "d'Hondt", und dann landen Sie bei dem entsprechenden System, da ist es dann auch relativ gut und auch optisch vor allem erklärt, das macht mehr Sinn, als das in Worten zu erklären.